Schweizerfahne

1966

Im Süd Afrika GP wurde der Brabham BT 11 zum letzten mal eingesetzt. Siffert fuhr auf den zweiten Platz. Ab dem 1. Mai setzte das Rob Walker Team einen Cooper-Maserati V 12 ein. In Les Rangiers kam zum einzigen Sieg. Beim USA GP erreichte er noch einen vierten Platz. Der Maserati Motor war sehr anfällig deshalb die vielen Ausfälle.

Durch Charles Vögele bekam Jo Siffert die Gelegenheit seine Fahrkunst in einem Sportwagen zu beweisen. Das erste Rennen bestritt das Team Vögele-Siffert beim 12 Std. Rennen in Sebring auf einem Porsche Carrera 6. Sie belegten den sechsten Schlussrang. Beim 1000 km Rennen in Monza belegten Vögele-Siffert den zweiten Rang. Auf dem Nürburgring beim 1000 km Rennen schieden sie mit Rahmenbruch aus. Durch Huschke von Hahnstein bekam Siffert die Chance beim 24 Std. Rennen von Le Mans einen Werks Porsche Carrera 6 mit Langheck zu steuern. Mit Colin Davis kamen sie auf Rang vier und wurden Sieger in der 2 Liter Kategorie. Auf der Flugplatzpiste von Zeltweg wurde Siffert zweiter auf einem Porsche Carrera 6.
Cooper-Maserati
Jo Siffert auf Cooper-Maserati V12.  Foto Imber

1967

In der Formel 1 war der Cooper-Maserati nicht standfest, fünf mal schied Siffert aus. Die besten Platzierungen erreichte er in den Rennen von Frankreich und Amerika, die er beide auf dem vierten Platz beendete.

In der Weltmeisterschaft für Sportwagen und Prototypen belegten Jo Siffert und Hans Herrmann in den Rennen von Daytona den vierten, in Sebring den vierten, in Monza wurden sie fünfte, in Spa zweite, an der Targa Florio sechste. Beim 24 Std. Rennen von Le Mans gewannen Siffert-Herrmann die Indexwertung. In Brands Hatch beim 500 Meilen Rennen kam Jo Siffert mit Bruce Mc Laren auf einem Porsche 910 auf den dritten Rang. Am 29. Oktober stellten die Fahrer : Jo Siffert, Rico Steinemann, Dieter Spörry und Charles Vögele mit einem Porsche 911 R in Monza Fünf Weltrekorde auf. Da das Wetter sehr schlecht war, Regen, Kälte und Nebel, war es Jo Siffert der das gesamte Team immer wieder motivierte und weiter trieb und so die fünf Weltrekorde eingefahren wurden.  Die 12 Std. von Reims fuhr Siffert mit David Piper auf einem Ferrari 330 P3, sie erreichten den zweiten Rang. Bei den 1000 km von Paris belegten Siffert-Piper auf Ferrari 330 P 3 den fünften Rang.

Von BMW erhielt Jo Siffert einen Werksvertrag für die Formel 2. In Silverstone, Nürburgring und Albi schied er Aus. In Rom fuhr er auf den neunten Platz. Mit dem BMW Formel 2 siegte er am Bergrennen in Les Rangiers.
Nürburgring
Siffert hebt ab am Nürburgring, auf Cooper-Maserati.  Foto Imber

1968

Am GP von Süd Afrika stellte das Rob Walker Team den Cooper-Maserati zum letzten mal an den Start, Siffert wurde siebter. Am 17. März in Brands Hatch wollte man erstmals den ex Lotus von Jim Clark einsetzen. Im Training geriet Siffert von der Strecke und verwandelte den Lotus in einen Totalschaden. Die Teile des Lotus wurden in die Walker Garage nach Dorking gebracht. In der Nacht zum Sonntag brach in der Werkstatt Feuer aus und vernichtete die Resten des Lotus. Für den GP in Spanien konnte das Team unter grosser Mithilfe von Colin Chapman einen Tasman Lotus 49 bereitstellen. Im Rennen schied Siffert mit Getriebevibrationen aus. Dann kam das Wochenende vom 20.Juli, der GP von England in Brands Hatch stand auf dem Programm. Rob Walker und Jack Durlacher stellten Siffert einen neuen Lotus 49 zur Verfügung. Im Training erreichte Siffert die viert schnellste Zeit. Nach einem phantastischen Kampf mit Chris Amon auf Ferrari gewann Siffert sein erstes Formel 1 Rennen, auf der Strecke, wo er wenige Monate vorher mit seinem Trainingsunfall beinahe seine und Rob Walkers Karriere ein ende bereitet hatte. Am Bergrennen St. Ursanne-Les Rangiers siegte er ebenfalls. In Monza zeigte Siffert ein super Rennen,er kämpfte um Rang zwei bis eine Stossdämpferbefestigung brach. In Kanada fuhr Siffert die schnellste Runde und war mit den Führenden auf gleicher Höhe, als ihn ein durchlöcherter Kühler zum Ausscheiden zwang. In Watkins Glen wurde er vierter. Im Training zum GP von Mexiko spielte Siffert eine bestechende Form aus und erzielte Trainings Bestzeit. Im Rennen schien er schon wie der sichere Sieger, als ein Schaden am Gasgestänge auftrat. Nach dem Boxenhalt wurde Siffert noch sechster und fuhr dabei noch einen sensationellen neuen Rundenrekord.

In der Langstrecken-Weltmeisterschaft gewann Porsche mit Elford, Herrmann, Neerpasch, Siffert und Stommelen das 24 Std. Rennen von Daytona. Der siegreiche Wagen wurde, weil man die Mannschaften aufgrund von Ausfällen und Boxenstopps umgruppierte, von fünf Fahrern bewegt. Siffert-Herrmann wurden mit ihrem Porsche 907 auch noch zweite. Das 12 Std. Rennen von Sebring gewann er mit Hans Herrmann. Auf dem Nürburgring beim 1000 km Rennen siegte er mit Vic Elford auf einem Porsche 908. Beim Österreich GP steuerte Siffert den Porsche 908 alleine zum Sieg. Das Inter-Rennen in Mugello beendete Siffert mit Rico Steinemann auf dem zweiten Platz. In Hockenheim und Enna fuhr Siffert mit dem Porsche 910 als erster durchs Ziel. Bei den 200 Meilen von Nürnberg fuhr er auf den dritten Rang.

In der Formel 2 erreichte er mit BMW in Albi einen vierten Platz, in Rom wurde er neunter, zweimal schied er aus. Die Rennen zur Temporada in Süd Amerika bestritt er mit einem privaten Tecno. In Cordoba wurde er siebter, in San Juan vierter, in Buenos Aires dritter.

Am ende des Jahres wurde Jo Siffert zum zweiten male zum besten Schweizer Automobil-Rennfahrer ausgezeichnet.
erster GP Sieg
Sein grösster Traum wurde Wirklichkeit,
erster GP Sieg in Brands Hatch. 22. Juli 1968.
 
Archiv Bader

1969

Für diese Saison legte Ferrari Siffert einen Vertrag vor, sie waren sehr Interessiert und probierten alles um Siffert unter Vertrag zu bringen. Doch er wollte für Porsche weiter Langstrecken-Rennen fahren.

Die Formel 1 Saison begann Siffert mit einem vierten Platz in Süd Afrika. Beim Race of Champions in Brands Hatch belegte er ebenfalls den vierten Platz. In Monaco kam er auf den dritten Platz, Zandvoort beendete er als zweiter. Den Deutschland GP auf dem Nürburgring beendete er als fünfter. Beim Mexiko GP steuerte Jo Siffert zum letzten mal den Lotus 49 B, auf ende Jahr wurde die Zusammenarbeit mit Rob Walker beendet, da Siffert fürs nächste Jahr einen Werksvertrag beim neuen Rennteam March unterzeichnete.

In der Langstrecken-Weltmeisterschaft gab es beim 24 Std. Rennen von Daytona und beim 12 Std. Rennen von Sebring Ausfälle. Das 500 Meilen Rennen von Brands Hatch gewann Siffert mit seinem neuen Partner Brian Redman. Beim 1000 km Rennen von Monza fuhren Siffert-Redman ebenfalls auf den ersten Platz. Das 1000 km Rennen von Spa wurde auch von Siffert-Redman gewonnen. Auf dem Nürburgring beim 1000 km Rennen steuerten Siffert-Redman einen Porsche 908-2 zum Sieg und sicherten Porsche vorzeitig den Gewinn des Langstrecken-Weltmeistertitels. Beim 24 Std. Rennen von Le Mans schieden sie nach zwei Stunden in Führung liegend aus. Beim 6 Std. Rennen von Watkins Glen fuhren Siffert-Redman wieder zum Sieg. Auf dem Österreichring beim 1000 km Rennen siegten Siffert-Ahrens zum ersten mal mit dem neuen Porsche 917.

Einen Tag nach dem 6 Std. Rennen von Watkins Glen bestritt Jo Siffert mit dem Porsche 908-2 erstmals einen Can-Am Lauf und beendete diesen auf dem sechsten Platz. Fürs nächste Rennen in Mid Ohio stand Siffert erstmals der Porsche 917 PA zur verfügung. Dieses Fahrzeug wurde von Porsche Amerika unter der Leitung von John von Neuman eingesetzt. Die Rennleitung wurde an den ehemaligen Rennfahrer Richie Ginther übertragen. Als Koordinator wurde Rico Steinemann verpflichtet. In diesem Rennen bewies Siffert seine Klasse und lag am ende des Rennens auf dem vierten Platz, mit seinem um 100 PS schwächeren Wagen. In Elkhart Lake verschaltete sich Siffert in der fünften Runde, so dass der Motor in Stücke flog. Das Rennen in Bridgehampton beendete er als dritter hinter Hulme und Mc Laren. Beim Rennen in Irish Hills kam Siffert trotz Schaden am Kühlgebläse auf den vierten Rang. In der Aufwärmrunde in Laguna Seca beschädigte Dan Gurney den Porsche von Siffert. Nach dem Start lag er auf dem sechsten Platz, in der zwölften Runde musste Siffert an die Box um den die Spoiler, die Gurney beschädigt hatte, wegreissen zulassen. Am ende fuhr er noch auf den fünften Platz. Beim Rennen in Riverside wurde Siffert von der Rennleitung aus dem Rennen genommen, weil der Porsche Öl verlor. Das letzte Rennen zur Can-Am Serie wurde in College Station ausgetragen, Siffert belegte den vierten Platz. In der Schlusswertung kam Siffert auch auf den vierten Rang. In der Formel 2 kam Siffert mit dem BMW beim Eifel Rennen auf den zweiten Platz hinter Stewart. In Zolder beendete er das Rennen auf dem fünften Platz. Dreimal schiede er aus.
Lotus Ford 49
Jo Siffert auf Lotus-Ford 49 in Monaco.  Foto BP Switzerland

1970

Startete Jo Siffert als Werksfahrer für March. Siffert erlebte mit dem Fahrzeug das so grossartig angekündigt worden war, sein erfolglosestes Formel 1 Jahr. Das in einer Zeit, als ihn alle Fachleute für einen der besten Grand Prix Piloten hielten.

Da Siffert ein Ferrari Angebot wieder ablehnte, griff er fürs Porsche John Wyer Gulf Team, mit Partner Brian Redman ins Lenkrad. Siffert und Redman waren Porsche als Fahrer noch direkt unterstellt. In Daytona beim 24 Std. Rennen belegten sie Rang zwei. Beim 12 Std. Rennen von Sebring musste Siffert den Porsche in Führung liegend, mit Radlagerschaden an den Boxen stehen lassen. Er musste dann im Fahrzeug von Rodriguez-Kinnunen weiter fahren, fuhr dann die schnellste Runde, am ende kamen sie auf Rang vier. Nach vier Ausfällen immer in Siegreicher Position, siegten Siffert-Redman an der Targa Florio. Beim 1000 km Rennen in Spa siegten sie ebenfalls. Am Nürburgring schieden sie mit Kolbenschaden Aus. In Le Mans beim 24 Std. Rennen schied Siffert in Führung liegend, mit Getriebeschaden Aus. Das 6 Std. Rennen von Watkins Glen beendeten Siffert-Redman auf Platz zwei. Das 1000 km Rennen auf dem Österreichring konnten Siffert-Redman gewinnen und sicherten Porsche zum zweiten mal den Marken WM Titel. Beim 9 Std. Rennen in Kyalami fuhr Siffert mit Kurt Ahrens auf Platz zwei.

In der Can-Am Serie startete Siffert nur einmal, in Watkins Glen einen Tag nach dem 6 Std. Rennen. Die Show die Siffert den Zuschauern zeigte, war sensationell. Nach dem Start fiel er weit zurück, holte Rang um Rang auf, am Schluss lag er nur noch 2 Sek. hinter Sieger Hulme, eine Runde mehr, Siffert wäre als erster über die Ziellinie gefahren.

In der Formel 2 kam Siffert mit dem BMW in Rouen zum ersten Sieg. In Enna holte er nach Runden langem Kampf mit Clay Regazzoni den zweiten Sieg. Das Rennen in Zolder beendete er auf dem fünften Platz.

March Ford 701
Jo Siffert auf March-Ford 701.  Foto BP Switzerland

1971

Unterzeichnete er einen Vertrag im Yardley BRM Team. In Süd Afrika schied er auf Rang Fünf, mit überhitztem Motor Aus. In Spanien warf ihn ein defektes Schaltgestänge aus dem Rennen. Im GP von Monaco war Siffert super unterwegs, auf Rang drei, als ihn ein Motorschaden aus dem Rennen warf. Beim GP von Holland kam er auf Rang sechs ins Ziel. Den GP von England beendete er als neunter. Auf dem Nürburgring lag er auf Rang vier, als die Zündspule den Geist aufgab. Im Training zum GP von Österreich in Zeltweg , stellte Jo Siffert die schnellste Zeit auf. Am Start kam Siffert am besten weg, hinter ihm Stewart, Regazzoni, Cevert. Von Runde zu Runde baute Siffert seinen Vorsprung aus und stellte einen neuen Rundenrekord auf. Regazzoni, Stewart, Cevert schieden aus. So kam Fittipaldi auf Rang zwei, er machte immer mehr Boden auf Siffert gut. Siffert kam am Schluss mit fünf Sekunden Vorsprung ins Ziel, wo man dann feststellte, dass der linke Hinterreifen fast keine Luft mehr hatte. Siffert meinte im Ziel, es ist ein Super Gefühl wenn du in den Rückspiegel schaust und siehst wie der Weltmeister immer kleiner wird, er hatte für einmal das Glück auf seiner Seite und feierte seinen zweiten GP Sieg. Im Training zum GP von Italien fuhr Siffert die dritt schnellste Zeit. Das Rennen beendete er auf Rang neun, da die Öl- und Wassertemperatur in gefährliche Bereiche stieg. Das Training zum GP von Kanada beendete Siffert auf Platz zwei. Während des Rennens goss es wie aus Kübeln, einige Piloten hatten grosse Mühe ihre Fahrzeuge auf der Piste zu halten. Siffert fuhr auf Sicher was ihm den neunten Rang brachte. Den letzten GP der Saison in Amerika startete Siffert vom sechsten Platz. Nach einem super Rennen kam Siffert auf Rang zwei hinter Cevert . Jo Siffert belegte mit Jacky Ickx den vierten Platz in der Fahrer Weltmeisterschaft.

In der Marken WM siegte Siffert mit seinem neuen Partner Derek Bell beim ersten Rennen in Buenos Aires. Beim 24 Std. Rennen in Daytona wurden sie durch einen Motorschaden gestoppt. In Sebring beim 12 Std. Rennen blieb Siffert in Führung liegend wegen einer Benzinpanne stehen, weil man ihm zu spät das Tanksignal zeigte. Da Siffert mit einem Motorradfahrer Benzin an den Boxen holte, wurde er von der Rennleitung wegen fremder Hilfe mit vier Strafrunden bestraft. Siffert mit einer Wut im Bauch stellte noch einen neuen Streckenrekord auf, Siffert-Bell fuhren noch auf Platz fünf. Beim 1000 km Rennen in Brands Hatch lag Siffert klar in Führung, als er an die Boxen kam um die Bremsbeläge zu wechseln, klemmte vorne links das Rad. Der Boxenstopp dauerte sechs Minuten. Als Siffert aus der Boxenstrasse beschleunigte verlor er das Reserverad. Er musste wieder an die Box und verlor eine viertel Stunde bis das Reseverad am rechten Ort montiert war. Die Mechaniker wollte zuerst das Rad ins Cockpit stellen um Zeit zu sparen, die Funktionäre waren aber dagegen. Siffert-Bell fuhren noch auf Rang drei. In Monza beim 1000 km Rennen belegten sie Platz zwei. In Spa beim 1000 km Rennen wurden sie ebenfalls zweite, Bell durfte Rodriguez nicht überholen obwohl er schneller war, nach dem Rennen war dann Siffert stock sauer weil man ihm von dieser Taktik nichts mitteilte. Auf dem Nürburgring beim 1000 km Rennen musste Siffert nach dem Ausfall, im Wagen von Rodriguez platz nehmen um den zweiten Rang sicher zustellen. In Le Mans beim 24 Std. Rennen stellte Siffert einen neuen Rundenrekord auf. Nach drei längeren Boxenstopps kam das ende in der 16. Std. mit einem Riss im Motorblock. Beim 6 Std. Rennen in Watkins Glen kamen Siffert-van Lennep auf Rang zwei. Porsche erreichte den dritten Marken WM Titel in Serie.

Für die Can-Am Serie bauten Edi Wyss und Hugo Schibler unter Mithilfe bei Porsche einen 917-10 Spyder, der Jo Siffert in Auftrag gab und ihn selber in Amerika einsetzte. Die beiden Mechaniker betreuten das Fahrzeug auch in Amerika. Beim ersten Start in Watkins Glen fuhr Siffertauf Rang drei. In Mid Ohio hatte Siffert keine echten Probleme mit Ausnahme der Federn, welche sich als zu hart erwiesen, das erklärt auch den Dreher den Siffert im Training hatte. Siffert bemerkte dass das Fahrzeug steif wie ein Ziegelstein ist. Im Rennen belegte er den zweiten Platz. Eine Woche später kam Siffert in Elkhart Lake wieder auf den zweiten Platz. Nach dem Rennen bauten die Mechaniker den Motor zur Kontrolle aus reinigten ihn und konnten ihn wieder einbauen, das spricht für die Standfestigkeit des Porsche Motors. Im Team von Mc Laren brauchte man im schnitt pro Rennen drei Motoren. In Donnybrooke lag Siffert auf Rang drei, als der Motor plötzlich kein Benzin mehr bekam, Siffert fuhr von der Strecke mit der Schnauze auf eine Anhöhe, damit das Benzin nach hinten floss, die Benzinpumpe wieder Ansaugte, der Motor wieder zum laufen kam und sich Siffert als fünfter ins Ziel schlich. In Edmonton herrschte während des Rennens Schneetreiben, was Siffert aber nicht hinderte das Rennen mit Slicks auf dem vierten Platz zu beenden. Das Rennen in Laguna Seca beendete Jo Siffert auf dem fünften Platz. In der Can-Am Serie belegte er hinter Revson, Hulme und Stewart den hervorragenden vierten Rang.

In der Formel 2 setzte Siffert privat einen Chevron B18 ein. In Kolumbien siegte er. In Mallory Park wurde er fünfter.

Am 24. Oktober nahm Jo Siffert am Rothmans World Championships Victory Race in Brands Hatch teil. Das Training beendete er mit Bestzeit. Am Start kam er nicht weg und musste dann um eine Kollision zu vermeiden in die Wiese, trotzdem kam es zu einer seitlichen Berührung mit Ronnie Peterson. In der 15. Runde verunglückte er. Das es kein Fahrfehler von Siffert war kam erst Jahre nach seinem Tod ans Tageslicht. Hinten links brach am BRM ein Teil der Aufhängung was zur folge hatte, dass das Rad einlenkte und Siffert keine Chance hatte den Unfall zu vermeiden.

Jo Siffert hinterliess seine Frau Simone, Tochter Véronique und Sohn Philippe.

Am ende des Jahres wurde Jo Siffert noch zum Sportler des Jahres 1971 gewählt.

zweiter GP Sieg

Seinen zweiten GP Sieg feierte Jo Siffert 
auf dem Österreichring am 15. August.  
Foto Archiv Häni

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