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JO
SIFFERT WURDE AM 7. JULI IN FRIBOURG GEBOREN
Er
lebte die ersten Jahre mit drei Schwestern in
Fribourg im Unterdorf, seine Eltern führten
einen kleinen Molkerei- und Käseladen. In die
Schule zu gehen war für ihn wie eine Strafe.
Als er dann mit seinem Vater zum ersten mal mit
nach Bern durfte wo der Grosse Preis von Europa
ausgetragen wurde und er sah wie die Rennfahrer
an ihm vorbei rasten, war für ihn klar, ich
will Rennfahrer werden. In der fünften Klasse
übte er schon wie ein Champion an seiner
Unterschrift. Da seine Eltern finanziell nicht
auf Rosengebetet waren, sammelte er alles was
etwas Geld brachte, Lumpen, Papier, Metall
Patronenhülsen und Blumen. Nach der Schule
wollte Seppi zuerst nichts lernen er ging weiter
als Lumpensammler, bis er einmal auf einer Tour
einen alten Schulkameraden traf, der meinte,
wenn du etwas lernst dann kannst du auch Geld
verdienen und musst nicht von Tür zu Tür
gehen. Der Schulfreund erklärte Siffert das ein
Karosseriespengler einen Lehrling sucht, er
solle sich doch melden. Noch am selben Tag
stellte er sich bei Herrn Frangi vor. Als alles
geklärt war konnte er die Lehre als
Karosseriespengler beginnen. Während der
Lehrzeit lernte Seppi von seinem Lehrmeister das
eine saubere Ordnung und gute Arbeit nicht viel
kosten, dafür einen grossen Eindruck
hinterlassen. Mit grossem Einsatz und
Nachtschichten konnte er sich etwas mehr Geld
auf die Seite legen. Im Frühjahr 1956 schloss
er die Lehre mit sehr gut ab.
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| 1956 |
Besuchte
Siffert ein Rasenrennen in Biel. Dort fiel ihm ein
Fahrer besonders auf, es war
Michel Piller.
Nach dem Rennen besuchte er ihn im Fahrerlager,
er erkundigte sich nach der Adresse. Einige Tage später
stand Seppi bei Michel in der Garage und erkundigte sich
bei ihm über den Motorradrennsport. Gemeinsam
unternahmen sie Ausfahrten und Michel Piller erkannte
schnell was da für ein Talent auf der Rumi sass. |
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| 1957 |
Bestritt
Siffert mit der letztjährigen 125er Gilera von Michel
Piller Nationale Rennen. Seppi Siffert und Michel Piller
fuhren gemeinsam an die Rennen, wo Seppi von Michel viel
lernen konnte |
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| Seppi
und Michel auf dem Heimweg vom 125er Rennen in
Monza. Foto Michel Piller |
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| 1958 |
Nahm
Seppi Siffert an Nationalen und Internationalen Rennen
teil, mit einer 350er AJS die Michel Piller
zusammenbaute. Am Norisring Startete Siffert am
Inter-Rennen, er erreichte die viert schnellste
Trainingszeit Im Rennen verpatzte er den Start und hatte
nach der ersten Runde einen rechten Rückstand auf die
Spitzengruppe. Als es dann zu Regnen begann, erhoffte
sich Siffert das er aufholen könnte, die Aufholjagd
endete dann jäh in einem Sturz, die Maschine
verbrannte. Da Siffert kein Geld mehr hatte um die
Maschine wieder aufzubauen, kam ihm die Anfrage vom
Seitenwagen Edgar Strub sehr gelegen. Dieser suchte
einen Passagier für den Seitenwagen. Da Seppi kaum 60
kg auf die Waage brachte und beweglich war, kam er so
ins 500er BMW-Gespann von Strub. Das Team Strub-Siffert
erreichten einen Sieg im GP von Finnland und in der
Seitenwagen-Weltmeisterschaft den 3. Platz
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1959
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Bestritt
Siffert mit einer 350er AJS wieder Solorennen und wurde
Schweizermeister in der 350er Klasse. |
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| Schweizermeister
auf Norton 350 ccm. Foto Michel Piller |
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| 1960 |
Erfüllte
er sich seinen Traum er wechselte zum Automobilsport.
Sein treuer Mechaniker Michel Piller aus der
Motorradzeit begleitete ihn mit in dieses Abenteuer. Von
Lucien Balsiger kauft er den gebrauchten Frontmotor
Stanguellini. Das Geld für den Stanguellini kam im
wesentlichen aus seinem neuen Beruf den Siffert um diese
Zeit begann. Er kaufte und verkaufte Gebrauchtwagen. Mit
diesem Fahrzeug startete Siffert an sieben Rennen. Am
Coupe Junior in Reims siebter Platz, beim Messina Grand
Prix wurde er vierter, am Bergrennen Sierre-Montana
siebter, am Bergrennen Urcy erreichte er ebenfalls den
siebten Rang, in St. Ursanne-Les Rangiers fuhr er auf
den zweiten Platz. Beim Bergrennen am Gaisberg wurde er
sechster, das Bergrennen am Mont-Verdun beendete Siffert
auf dem fünften Platz.
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Sifferts
erster Rennwagen
Stanguellini Formel Junior
Foto
Michel Piller
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